Wie Entwicklung von Sprachperformanz und Sprachsystem den Wandel beschleunigt.

Wie Entwicklung von Sprachperformanz und Sprachsystem den Wandel beschleunigt.

Die Entwicklung der sprachlichen Performanz und auch des Sprachsystems ermöglicht ein neues Sehen und verbindet einen ausgesprochenen Realitätssinn mit dem Sinn für Möglichkeiten. Es ist die geistige Flexibilität oder Agilität, die entsteht, wenn Menschen in der Lage sind, aus der gewohnten Sprache herauszutreten. Plötzlich sind durch ungewöhnliche Sprachbilder (Metaphern) und durch unübliche Wortverbindungen neue Erkenntnisse mögliche.

Die Vielfalt der intertextuellen Anspielungen öffnet den Horizont und macht Unsagbares sagbar. Wir beginnen Prozesse am Werk zu sehen, wo wir früher nur Dinge sahen. Wir erkennen, dass Kategorien wie „gut und böse“, „richtig und falsch“ in vielen Fällen wie z. B. in der Krisenbewältigung nicht weiterhelfen. Darüber hinaus erkennen wir, wenn Begriffe (z. B. Begriffe des klassischen Führungsvermächtnisses) aus der Zeit gefallen sind. Und wir können mit Hilfe von sprachlichen Signalen der Negation beliebig viele kontrafaktische Welten erzeugen (selegieren), um anschließend über die Güte von so erzeugten Wirklichkeitsvorstellungen zu entscheiden.

Last but not least: wir werden nicht mehr Pläne mit Strategien verwechseln und auch nicht mehr Absichtserklärungen für Visionen halten.