Wie Dialoge das Metadenken ermöglichen.

Wie Dialoge das Metadenken ermöglichen.

Meist macht unser Denken, was wir nicht wollen. Wir vermischen Erinnerungen, Erfahrungen, Gehörtes mit aktuellen Wahrnehmungen. Hinzu kommt, dass Menschen sich oft mit ihren Meinungen identifizieren. Greift jemand diese Meinungen an, sehen sich die „Angegriffenen“ in ihrer Identität bedroht. Dabei wird meist nicht erkannt, welche Denkannahmen und Prämissen den Meinungen zugrundeliegen.

Im Dialog ist es möglich, dass individuelle Denken zu beobachten und nach den unausgesprochenen Prämissen zu fragen. Erst wenn im Dialog die jeweiligen „Hintergrundsprachen“ zum Vorschein gebracht werden, beginnt die Gruppe gemeinsam zu denken und findet dann auch zu Lösungen, die von allen respektiert werden, weil die Gruppe empathisch war und Vertrauen aufgebaut hat. Es ist etwas ganz anderes, wenn Gruppen gemeinsam denken, als wenn man die individuellen Denkmomente einfach nur aufaddieren würde. Dies ist kein gemeinsames Denken, sondern nur ein Flickenteppich von Einzelgedanken.

Transformationen leben von Dialog, in dem das Individuum ein Teil der Gruppe und Gruppe ein Teil des Individuums wird.