Gesund bauen

Gesund bauen

Es gilt im Leben Orte zu schaffen – ob Schulen, Bürogebäude oder private Räume – nicht nur zum Arbeiten, sondern vor allem zum Wohlfühlen. In einer Kooperation begleitete HEEM transformations das Healthy Building Network der Euregio Rhein-Maas-Nord. Dabei ging es darum, durch Schärfung der Strategie und Anpassung der Sprache Bauherren und Entscheidungsträger für gesundes Bauen zu begeistern.

Einblick

Gesundheit ist einer der wichtigsten Faktoren modernen Bauens: Mit dem Bau oder der Modernisierung eines Gebäudes stehen wir vor der verantwortungsvollen Aufgabe: einen Ort fürs Leben zu schaffen. Räume, in denen wir uns wohl fühlen, in denen wir bedenkenlos durchatmen und unbeschwert Zeit verbringen können. Es geht um ein gesundes Zuhause, für uns und unsere Familie. Ein Healthy Building ist ein Gebäude, welches das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden seiner Nutzer und deren Umgebung maximal fördert.

Worum geht‘s?

Obwohl sich die Veranstaltungen des HBN einer großen Beliebtheit erfreuen, werden nicht so viele Unternehmen und Akteure erreicht, wie ursprünglich erwartet und gewünscht. Zudem bleiben viele Teilnehmer passiv – sowohl innerhalb des Netzwerks, als auch in Bezug auf die Meinungsbildung zum Gesunden Bauen. Die erhoffte Impulswirkung vieler Maßnahmen war ausgeblieben. Die zentrale Frage dieses Forschungsprojekts lautete deshalb: „Wie muss das HBN seine Kommunikation anpassen, um mehr Bauherren, Unternehmen und Entscheidungsträger in der Region für Gesundes Bauen zu begeistern?“

Wie geht‘s weiter?

Die von uns durchgeführten Interviews und Fokusgruppendiskussionen am Niederrhein und in Venlo (NL) wurden einer Inhaltsanalyse und einer Sprachanalyse unterzogen. So konnten Themenschwerpunkte, Maßnahmenvorschläge und Riskio- und Erfolgsfelder sichtbar gemacht und Thesen für das weitere Vorgehen formuliert und diskutiert werden.

Fazit

Wenn durch gemeinsame Anstrengung Meinungen in Wissen überführt wird und Ideen bewertet werden, ist der erste Schritt zur Strategie getan. Es folgt die sprachliche Arbeit, den tragenden Ideen die höchste Prägnanz zu verleihen, um sie dann mit Hilfe von Storytelling und Netzwerken als soziale Innovation sichtbar zu machen.

Empfehlungen von HEEM & Ideenpaten

Denk

Begreife „Gesund bauen“ als soziale Innovation

Sprich

Betone die Einzigartikgeit des Konzeptes „Gesund bauen“ und grenze es von konkurrierenden Konzepten („Nachhaltig bauen“, „green building“ etc.) ab. Kommuniziere den Nutzen klarer und offensiver!

Handle

Handle zielgruppenspezifisch! Nutze ein systematisches Storytelling! Stelle die „Gesundheit für den Menschen“ in den Mittelpunkt.

Es genügt nicht, allgemein und abstrakt über gesundes Bauen zu sprechen und viele Aktionen durchzuführen. Gebraucht werden: strategische Klarheit, packende Geschichten und die soziale „Einbindung“ der Ideen in regionale Identitäten und kollaborative Netzwerke.