6. Dialogische Kompetenzen für verantwortbare Entscheidungen

Konzept

Echte Gespräche sind die Basis sozialen Veränderungslernens, da sie dazu verhelfen, das gemeinsame Denken zu verbessern und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Im Gegensatz zu Diskussion und Debatte gibt es bei echten Gesprächen keine „Verlierer“, sondern nur „Gewinner“. Ziel dieses Seminars ist es, die Potenziale des echten Gesprächs für die politische Bildung, die Qualitätssicherung im Unternehmen sowie für Mitarbeiterführung und Innovations- und Changemanagement nutzbar zu machen.

Zielgruppe

Personen mit Führungs- und Gestaltungsfunktionen, mit Aufgaben der Prozessoptimierung und Qualitätssicherung sowie mit Verantwortung für Change- und Innovationsprozesse, die

  • innovative Methoden der Entscheidungsfindung und Qualitätssicherung anwenden wollen,
  • als politisch Gestaltende auf Nachhaltigkeit durch Teilhabe setzen,
  • neue Wege dialogischer Kreativität gehen wollen,
  • dialogisch führen wollen,
  • dialogische Teilhabe in den Dienst politischer Bildung stellen wollen.

Themenschwerpunkte

Grundlagen des Dialogs

  • Sinnfluss und Sinnbildung („sensemaking“)
  • Der Dialog als Mittel neuen Denkens und Erkennens
  • Problempotentiale in Gesprächskontexten

Dialogkonzeptionen

  • Wilhelm von Humboldt
  • Martin Buber
  • David Bohm

Dialogische Kompetenzen I für Organisationen

  • Kapazitäten für neues Verhalten
  • Überwindung struktureller Fallen
  • Unsichtbare Erfolgsbedingungen

Dialogische Kompetenzen II

  • Neues Wissen erarbeiten und teilen
  • Perspektivendivergenzen bearbeiten
  • Konsens herstellen (Lehrgespräch)

Dialogische Führung

  • Elemente dialogischen Führens
  • Führungsdialogische Grundhaltungen
  • Dialogische Führung in der betrieblichen Praxis

Gemeinsame Reflexion und Evaluation mit bedarfsbezogener Vertiefung

  • Was wurde verstanden?
  • Was hat das bisherige gebracht?
  • Was soll noch vertieft werden?

Prozedurale Politik durch organisierte Dialoge

  • Prozedurales Mindset
  • Prozedurale Politik als Handlungsskript
  • Beteiligungsverfahren gestalten

Ein Modell der dialogischen Integration von Experten- und Erfahrungswissen

  • Interaktive Politikgestaltung
  • Von Konsultation zur Konstruktion
  • Zyklische Prozesskommunikation: In 4 Schritten zu verantwortbaren Entscheidungen

Der Spiegeldialog („spiegelbijenkomst)“ als Methode der Qualitätssicherung

  • Die Perspektive des Kunden einnehmen
  • Tun wir das Richtige und machen wir das Richtige gut?
  • Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit stärken

Innovations- und Veränderungsgespräche führen

  • Wissen teilen
  • Neues Wissen erzeugen
  • Sprachliche Ambiguitätspotenziale nutzen

Maximale Teilnehmerzahl: 14
Umfang:
 3 Tage
Dauer: xxx Euro