5. Strategische Gesprächsführung

Konzept

Strategische Gesprächsführung setzt voraus, dass man sich über das eigene Ziel im Klaren ist und die Zielerreichung durch Sprache, Haltung und Emotionalität unterstützt. Die Sprache muss verständlich, logisch und authentisch sein. Die Haltung muss alterozentriert sein und die Absichten und Sehweisen der anderen berücksichtigen. Die Emotionalität ansprechen bedeutet:  Wer andere überzeugen will, muss selbst überzeugt sein. Die emotionalen Tiefenschichten der anderen erreichen bedeutet: i. Den Antipathiewiderstand brechen, wonach prinzipiell alle Argumente des Gesprächspartners negativ besetzt sind. ii. Den rationalen Widerstand überwinden, wenn Informationen unterschiedlich verteilt oder gewichtet sind. iii. Den emotionalen Interesse-bedingten Widerstand, der rational dargestellt wird, erkennen und beseitigen. Zur Strategie gehört auch, auf den vordergründigen Sieg auf Kosten von Sympathieminderung verzichten zu lernen, um gewinnen zu können.

Zielgruppe

Personen mit Führungs- und Gestaltungsfunktionen, Nachwuchsführungskräfte, Studierende, die

  • ihr Wissen über die Grundlagen der Gesprächsführung und Argumentation erweitern wollen,
  • ihre Positionen und Interessen überzeugend darlegen und aushandeln wollen,
  • im Team Probleme kommunikativ lösen wollen,
  • manipulative Techniken durchschauen und eigene und fremde Behauptungsansprüche kritisch hinterfragen wollen,
  • in echten Dialogen Potenziale entdecken und nutzen wollen, um voran zu kommen.

Themenschwerpunkte

Das Selbst in der Kommunikation

  • Impression Management
  • Selbstsicherheit und Schlagfertigkeit
  • Selbstreflexion

Kritisches Denken I

  • Entscheidungen teffen und Probleme lösen
  • Strategisches Denken
  • Ethisches Denken

Kritisches Denken II: Die richtigen Fragen stellen

  • Debattenthemen, Schlussfolgerungen und Gründe
  • Begriffliche Klarheit, Wertekonflikte und implizite Schlussregelen (Annahmen)
  • Logische Fehlschlüsse und Qualität der Evidenz

Argumentationsmodelle und Argumentationstechniken

  • Prinzipien vernünftigen Argumentierens
  • Bausteine der Argumentation
  • Nutzenargumentation und 5-Satz-Argumentation

Dialogische Kompetenzen

  • Lenkungstechniken im Gespräch
  • Partner-orientierte Gesprächsführung
  • Dialog als Erkenntnismittel

Gemeinsame Reflexion und Evaluation mit bedarfsbezogener Vertiefung

  • Was wurde verstanden?
  • Was hat das bisherige gebracht?
  • Was soll noch vertieft werden?

Diskutieren und Debattieren

  • Die Diskussion: Allgemeine Prinzipien und Sonderformen der Diskussion
  • Die Debatte: Prinzipien des Debattierens
  • Die Debatte: Organisation und Durchführung

Verhandeln

  • Logik des Verhandelns
  • Das Harvard-Konzept des Verhandelns
  • Interkulturelle Verhandlungsstile

Das Konfliktgespräch

  • Konfliktarten
  • Strategien der Konfliktlösung
  • Erfolgskriterien für Konfliktlösungsgespräche

Maximale Teilnehmerzahl: 14
Umfang:
 3 Tage
Dauer: xxx Euro